06.11.2018

Junge Musikerinnen erfreuen Bewohner

Die Bewohner des Caritas SeniorenHauses Bous kamen wiederholt zu einem Konzert-Genuss erster Klasse. Natalie Jurk und Karyna Akopava, Musikstudenten und Stipendiaten von der Stiftung Live Music Now des Saarlandes e.V., zeigten im vollbesetzten Hausgemeinschaftsraum ihre ganze musikalische Klasse.

„Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude“ – diese prägende Erfahrung machte der  weltberühmte Geiger Yehudi Menuhin und gründete 1977 seinen Verein „Live Music Now“. Damit baute er eine Brücke, um junge Musiker zu fördern und gleichermaßen Menschen mit Handicap oder solchen, die am Rand der Gesellschaft stehen mit Konzerten zu erfreuen. Bereits zum zweiten Mal kam das Caritas SeniorenHaus Bous in den musikalischen Genuss eines überragenden Konzertes. Natalie Jurk und Karyna Akopava, Musikstudentinnen und Stipendiatinnen der Stiftung Live Music Now des Saarlandes e.V., zeigten im vollbesetzten Hausgemeinschaftsraum ihre ganze musikalische Klasse.

 

Für die Musikerinnen sind diese Konzerte ein Teil ihrer Ausbildung, um Konzerterfahrung für eine erfolgreiche Karriere zu sammeln. Natalie Jurk, eine begabte Sängerin und Flötistin, musizierte schon sehr früh in ihrer Heimatstadt Berlin. Im jungen Alter von fünf Jahren bekam sie ihre erste Querflöte zum Geburtstag geschenkt. Ein Leben ohne Musik kann sich auch die gebürtige Weißrussin Karyna Akopava nicht vorstellen. Bereits mit sechs Jahren erhielt sie Klavierunterricht und entschloss sich vor vier Jahren ihr Musikstudium in Deutschland fortzusetzen. Ganz souverän moderierten die Musikstudentinnen aus Saarbrücken durch das Konzert und erreichten mit ihren musikalischen Klassikern der Liebe von Anfang eine persönliche Nähe zum Publikum. Mit Operetten, Filmmusik und klassischen Liedern boten sie den Senioren ein breites Nachmittagsprogramm. Spätestens beim Film-Klassiker „Das gibt’s nur einmal“ summten die Senioren begeistert mit. Die Musikerinnen verstanden es hervorragend die Bewohner und Besucher mit einzubeziehen. Beim Volkslied „Die Gedanken sind frei“ wurden Gefühle und Erinnerungen der Senioren geweckt. Die Bewegung, die die schöne und vertraute Musik auslöste, war bei den Zuhörern gut zu erkennen. Im ganzen Haus hörte man den wohlklingenden Klang der Musik und des Gesangs. Für die Bewohner, die aufgrund ihrer Lebensumstände nicht am Konzert teilnehmen konnten, wurden die Zimmertüren weit geöffnet. Der lange Applaus ließ erkennen, wie sehr Musik die Generationen verbinden kann. Den Beifall hatten sich die Musikerinnen für das fast einstündige Konzert wahrlich verdient. Mit dem Klassiker „Für mich soll‘s rote Rosen regnen“ setzten die Künstlerinnen einen tollen musikalischen Schlusspunkt. „Es ist so schön mit so vielen Menschen gemeinsam zu musizieren“, resümierten Jurk und Akopava nach der Veranstaltung und zeigten sich von der warmherzigen Atmosphäre im SeniorenHaus Bous ganz angetan. „Ich freue mich so sehr wenn junge Menschen Musik machen“, applaudierte auch Bewohner Herr K. und bedankte sich persönlich mit einem Handschlag. Eine Bewohnerin des Hauses ließ es sich nicht nehmen, nach einem Autogramm der beiden Künstlerinnen zu fragen.

 

Organisiert wurde das Konzert von Rika-Beate Meyer-Hentschel von Live-Music-Now e.V. des Saarlandes. „Sie brachten wunderschöne Musik zu uns“, bedankte sich Hausleiterin Andrea Magin für die geschenkte Zeit und überreichte den beiden Musikerinnen und ihrer Betreuerin Blumen und eine Geldspende für den Verein.